Am 31. Oktober und 1. November 2026 ist es wieder so weit: In der Sporthalle am Rabet findet der mittlerweile 13. Sächsische Blindenfußball-Cup statt. Als Gastgeber empfängt unser 1. FC Lok Leipzig Mannschaften aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland zum traditionsreichen Turnier um den Pokal der Stadt Leipzig.
Für die Auslosung standen Lok-Profi Jonas Arcalean als "Losfee" und Maskottchen Lokki als Notar zur Verfügung. Das Video zur Auslosung findet Ihr unter dem folgenden Link:
AUSLOSUNG 13. BLINDENFUSSBALLCUP
Gruppe A:
1. FC Lok Leipzig
FC St. Pauli / Avoy Brno
1. FC Köln
FIFH Malmö
Gruppe B:
Österreichische Auswahl
Hertha BSC
BTS Rekord Bielsko-Biala
Fortuna Düsseldorf
Wo?
Sporthalle am Rabet, Konradstraße 30, 04315 Leipzig
Wann?
Samstag, 31.10.2026: 8:00 – 18:30 Uhr
Sonntag, 01.11.2026: 8:30 – 13:45 Uhr
Der Eintritt zum Turnier ist frei! Alle Leipzigerinnen und Leipziger sowie alle Fußball- und Sportinteressierten sind herzlich eingeladen, den faszinierenden Sport Blindenfußball hautnah zu erleben.
Ein besonderes Erlebnis bietet auch in diesem Jahr die Audiodeskription. Dabei werden die Geschehnisse auf dem Spielfeld von Kommentatoren live und detailliert beschrieben. Sehbehinderte Besucherinnen und Besucher können so das Spielgeschehen verfolgen. Gleichzeitig erhalten auch sehende Zuschauer spannende zusätzliche Informationen zu den Aktionen, den Regeln und den Besonderheiten des Blindenfußballs.
Carola Kuhn (Leiterin Breitensport beim 1. FC Lok Leipzig):
„Es ist schön, dass wir auch in diesem Jahr wieder acht internationale Mannschaften zum Sächsischen Blindenfußball-Cup um den Pokal der Stadt Leipzig begrüßen dürfen. Das Turnier ist längst ein fester Bestandteil unseres Veranstaltungskalenders und bietet spannenden Blindenfußball auf hohem Niveau. Mein herzlicher Dank gilt der Stadt Leipzig für ihre verlässliche Unterstützung sowie allen Helferinnen und Helfern und unseren Partnern, die mit ihrem Engagement die Durchführung dieses besonderen Turniers ermöglichen. Wir freuen uns auf spannende Begegnungen, ein begeistertes Publikum und ein sportliches Miteinander, das die Faszination des Blindenfußballs erlebbar macht."
Wie funktioniert Blindenfußball?
Blindenfußball muss (für die Feldspieler) ohne visuelle Orientierung funktionieren. Die Spieler verfolgen das Geräusch des rasselnden Balls, reagieren auf Zurufe ihrer Mitspieler, Trainer und Guides und müssen sich dabei ständig neu orientieren.
Wichtig sind dabei ein sehr gut ausgeprägtes Gehör und ein entsprechender Orientierungssinn sowie eine gute Intuition und Körperbeherrschung. Blinde Fußballer führen den Ball ganz eng. Durch eine spezielle Technik scheint der Ball beim „Pendeln“ regelrecht am Fuß zu kleben.
Faszinierend ist, wie Spieler im Blindenfußball den Gegner ausdribbeln, präzise Pässe spielen und unhaltbare Torschüsse gegen den Torhüter, der als Einziger sehen darf, platzieren können.
Die wichtigsten Regeln
Es gibt pro Team vier Feldspieler und einen sehenden Torwart.
Gespielt wird 2 x 15 Minuten (effektive Spielzeit).
Das Spielfeld misst 20 x 40 Meter und verfügt über Banden an den Längsseiten. Die Tore entsprechen der Größe von Hockeytoren (3,66 m x 2,14 m).
Die Feldspieler sind blind oder haben eine geringe Restsehkraft. Für eine identische Ausgangslage tragen deswegen alle Feldspieler Dunkelbrillen.
Der Torwart kann sehen, darf aber den relativ kleinen Raum vor seinem Tor nicht verlassen.
Der Ball hat im Inneren eine Rassel, damit die Spieler ihn hören können.
Gegenspieler müssen sich mit „Voy!“ („Ich komme!“) bemerkbar machen.
Torwart, Trainer und ein Guide hinter dem gegnerischen Tor (die alle sehen können) geben ihren Spielern akustische Hinweise.
Wie beim normalen Fußball gibt es Fouls, Freistöße, Strafstöße sowie gelbe und rote Karten – aber kein Abseits.
Während des laufenden Spiels müssen die Zuschauer ruhig sein, damit die Spieler Ball und Zurufe hören können.















