Heute vor 50 Jahren gelang dem 1. FC Lok Leipzig etwas Historisches: Im Jahr 1976 gewann man erstmals den DDR-Pokal – gestiftet vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB).
Der Weg ins Finale
Der Weg zum historischen Triumph begann in der 2. Hauptrunde jedoch denkbar knapp, als man sich gegen den Zweitligisten Aktivist Schwarze Pumpe Hoyerswerda erst in der Verlängerung mit 3:2 durchsetzen konnte. Im Achtelfinale gegen Rot-Weiß Erfurt sorgte die Mannschaft bereits im Hinspiel durch einen 5:1-Kantersieg – inklusive eines Dreierpacks von Wolfram Löwe – für klare Verhältnisse und gewann auch das Rückspiel mit 3:2. Ähnlich nervenstark präsentierte sich Lok im Viertelfinale gegen den Vorjahres-Vizemeister FC Carl Zeiss Jena: Nach einem 3:2-Erfolg im Hinspiel ließ man den Thüringern beim 4:1-Heimsieg im Rückspiel keine Chance. Die wohl größte Herausforderung wartete im Halbfinale gegen den damaligen Oberligaspitzenreiter Dynamo Dresden. Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel schien die Aufgabe für das Rückspiel in Dresden äußerst schwierig, doch Lok meisterte sie auf sensationelle Art und Weise: Vor 26.000 Zuschauern im Dynamostadion ebnete Lutz Moldt mit einem Doppelpack den Weg, bevor Joachim Fritsche mit dem Treffer zum 3:1-Endstand den Sack endgültig zumachte.
Frenzel und Roth schießen Lok zum Pokalsieg
Somit stand Lok zum vierten Mal im FDGB-Pokalfinale. In Berlin traf man nun auf Vorwärts Frankfurt/Oder. Bereits 1970 stand man sich im Endspiel gegenüber, doch damals zog Lok gegen die Armeefußballer mit 2:4 noch den Kürzeren. 1976 sollte Lok jedoch als Favorit in die Partie gehen und Geschichte schreiben. Vor 50.000 Zuschauern im Stadion der Weltjugend in Berlin gewann man gegen die Frankfurter deutlich mit 3:0. Zum Pokalhelden wurde Henning Frenzel, der mit seinen zwei Treffern kurz vor und nach der Halbzeit quasi im Alleingang für die Vorentscheidung sorgte. Andreas Roth besiegelte mit dem 3:0 endgültig den ersten DDR-Pokalsieg des 1. FC Lok Leipzig.
Die Aufstellung im Finale:
Werner Friese – Roland Hammer – Gunter Sekora, Wilfried Gröbner, Joachim Fritsche – Lutz Moldt, Henning Frenzel, Andreas Roth – Rainer Lisiewicz, Dieter Kühn (78. Andreas Bornschein), Wolfram Löwe















