Unser 1. FC Lok Leipzig steht in der nächsten Runde des Sachsenpokals! Gegen unbequeme Auerbacher waren wir besonders in der ersten Hälfte klar besser, verpassten allerdings eine höhere Führung. So blieb es am Ende beim knappen, aber hochverdienten Sieg.
Die Verletztenseuche hat einfach kein Ende: Neben den Langzeitausfällen Naumann und Kügel, die es in dieser Woche erwischte, fiel auch Adetula mit einem Muskelfaserriss aus. Verletzt beziehungsweise nach Verletzung noch nicht wieder fit sind auch Abderrahmane, Arcalean, Mergel und Strasner. Leicht angeschlagen auf der Bank saßen zudem Bornschein, Čevis und Kusic. Coach Torsten Ziegner musste also erneut improvisieren - so startete beispielsweise U-19 Juwel Julian Lempe als Rechtsaußen.
Viele Chancen, aber nur knappe Führung
Blau-Gelb nahm das schwierige Spiel gegen den Oberligisten von Beginn an ernst. Unsere Defensive war wachsam, die Offensivspieler suchten immer den direkten Weg in die Box. Bereits nach acht Minuten fiel das 1:0: Öztürk setzte sich stark gegen zwei Vogtländer im Dribbling durch und bediente Siebeck, der mustergültig einnetzte. Angepeitscht von den vielen mitgereisten Fans ging die Mannschaft auch voll auf das zweite Tor, verpasste dieses aber trotz zahlreicher Möglichkeiten. Das hochverdiente 2:0 fiel dann trotzdem: Ziane köpfte nach Siebeck-Flanke ein (40.). Etwas überraschend verkürzte der Gastgeber zwei Minuten vor der Pause: Ein Hache-Freistoß aus 18 Metern ging traumhaft ins Netz - keine Chance für Justin Duda.
Zittern bis zum Schluss
Die zweite Hälfte startete nicht ganz so schwungvoll, dennoch dominierte Lok weiter. In Minute 68 deswegen folgerichtig das 3:1: Eren Öztürk startete auf Links ein kleines Solo und traf mit einem schönen Schlenzer aus 20 Metern in die Maschen. Entschieden war damit aber noch nichts, auch weil Siebecks Distanzschuss knapp vorbeiging (74.). Und so wurde es nochmal spannend. Graf verwandelte einen Handelfmeter zum Anschluss (76.). Die stark kämpfenden Auerbacher gaben in der Folge alles für den Ausgleich, doch Duda zeigte kurz vor Schluss noch eine starke Parade und hielt die Führung fest (86.). Lok wackelte leicht, aber hielt stand.
Fazit: Ein klassisches Pokalspiel. Lok hatte von allen Regionalligisten den wahrscheinlich anspruchsvollsten Gegner, der alles gab und auch das nötige Spielglück hatte. Unterm Strich hat unsere Mannschaft die Aufgabe seriös gelöst und das Weiterkommen geschafft.
Das nächste Spiel folgt in der Liga: In einer Woche geht es an die Ostsee. Am Sonntag (14 Uhr) gastiert unsere Loksche beim Greifswalder FC.
Tore: 0:1 Siebeck (8.), 0:2 Ziane (40.), 1:2 Hache (43.), 1:3 Öztürk (68.), 2:3 Graf (76., HE)
VfB Auerbach: Birke – Birkner, Hache, Guzlajevs, Kadrić, Stein (74. Langer), Voigt (74. Schneider), Weigel (33. Weiß), Winter (63. Spranger), Graf, Roscher
1. FC Lok Leipzig: Duda – Dombrowa (83. Kusić), Stein, Wilton, Sadlek (84. Rühlemann) – Kaiser, Siebeck - Lempe (77. Vuc), Schierack (88. Cevis), Öztürk – Ziane
Gelbe Karten: Spranger (Auerbach), Kaiser, Stein, Lempe, Wilton (alle Lok)
Zuschauer: 1.890 (555 Lok-Fans)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














