Die Nachholpartie am Mittwochabend sollte ein echter Krimi werden. Über 1.000 mitgereiste Lok-Anhänger sahen mutige Meuselwitzer und ein vom Kampf geprägtes Spiel, welches durch einen Standard entschieden wurde.
Vor dem Topspiel am Sonntag gegen Jena wechselte Jochen Seitz kräftig durch: Rühlemann feierte seinen zweiten Startelfeinsatz in dieser Saison, Kabashi und Verkamp begannen im Mittelfeld.
Maderer trifft für effektive Leipziger
Die unangenehmen Thüringer haben schon einigen großen Namen das Leben schwer gemacht, vor zwei Wochen ging Zwickau mit 0:4 auf der Glaserkuppe baden. Lok war also gewarnt – und nahm die Aufgabe an. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber allerdings deutlich mehr den Ball, die blau-gelbe Defensive stand dennoch sicher. Bürger verfehlte zweimal aus der Distanz den Kasten (6./ 20.), ansonsten flogen viele gefährliche Hereingaben in den Gästestrafraum. Ein wenig aus dem Nichts ging Lok dann in Führung: Maderer köpfte eine stark getretene Ecke von Verkamp am Fünfmeterraum in die Maschen (25.), nachdem sein Kopfball eine Minute zuvor noch die Querlatte touchiert hatte. Die Führung im Stile einer Spitzenmannschaft! Danach war Lok voll drin in der Partie und hatte bis zur Pause die besseren Möglichkeiten. So verzog Verkamp von der Strafraumgrenze knapp (44.). Es blieb also beim 0:1.
Abnutzungskampf auf Messers Schneide
Die zweite Hälfte begann mit viel Spielkontrolle des Spitzenreiters. Doch je näher man dem Toreschluss kam, desto hektischer wurde es. Meuselwitz warf weiterhin alles rein und blieb durch viele hohe Hereingaben in den Strafraum brandgefährlich. Einmal musste das blau-gelbe Herz gehörig zittern, als Baldes Schuss aus dem Gewühl knapp am linken Pfosten vorbeistrich (76.). Doch mehr kam nicht. Nach 94 intensiven, kämpferischen Minuten war es geschafft. Der 1. FC Lok Leipzig feiert den nächsten wichtigen Sieg auf dem Weg zum großen Traum!
Fazit: Unfassbar! Unsere Mannschaft holt (mal wieder) den dritten Zu-Null-Sieg am Stück. In Thüringen zeigte das Team echte Charakterstärke, Zusammenhalt und Leidensfähigkeit. Man gewinnt die engen Spiele – ein wichtiges Feature im Kampf um den Titel.
Jetzt heißt es: Alle zusammen am Sonntag ins „Bruno“. Denn es steht das Topspiel schlechthin an. Lok empfängt den ärgsten Verfolger aus Jena, Anstoß ist 14 Uhr. Macht die Bude voll!
Tickets fürs Top-Spiel gibt es hier!
Tor: 0:1 Maderer (25.)
Torschüsse: 9 – 8
Ecken: 7 – 4
ZFC Meuselwitz: Sedlak - Rehder, Bürger (46. Trübenbach/66. Pauling), Wurr (86. Jeck), Pfeil - Oke, Eckardt, Schmökel, Fischer (66. Balde) - Stiller (79. Teßmer), Hansch
1. FC Lok Leipzig: Naumann - Dombrowa, von Piechowski, Wilton, Rühlemann (72. Grözinger) - Kabashi - Verkamp (61. Kang), Cevis (85. Kusic), Siebeck, Adetula (61. Maier) - Maderer (72. Ziane)
Zuschauer: 1.881 (1.200 Lok-Fans)
Gelbe Karten: Bürger, Pfeil, Oke, Trainer Leopold (alle ZFC), Wilton, Ziane, von Piechowski, Trainer Seitz (alle Lok)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














