Ganz späte Niederlage gegen Erzgebirge Aue: Unsere Loksche und der Drittligaabsteiger aus Aue duellierten sich in einem kampfbetonten Spiel auf Augenhöhe. Erst in der Nachspielzeit sorgte Aues Bär für den Knockout.
Erster Wirkungstreffer noch vorm Anpfiff: Unsere Nummer Eins Andreas Naumann verletzte sich beim Freitagstraining, so kam Justin Duda zu seiner Pflichtspiel-Premiere im Lok-Tor. Zudem startete Eren Öztürk, Simon Schierack blieb dafür zunächst draußen.
Kampfspiel nach früher Schrecksekunde
Vor großer Kulisse von über 8.000 Zuschauern startete das Spiel nach der üblichen Protestminute pro Aufstiegsreform mit einer Schocksequenz. Ein Blackout-Pass von Arne Rühlemann ließ Aues Torjäger Bär alleine auf Duda zulaufen. Er umkurvte den Keeper, kam dann aber ins Stolpern. Dennoch schloss der Stürmer kurz darauf ab, setzte die Kugel aber am halbleeren Tor vorbei (4.). Durchpusten! Danach kam auch Lok in der Partie an. Öztürks erste Annäherung per Schlenzer verfehlte das Kreuzeck (12.). Allgemein kam Blau-Gelb heute durch gefälliges Offensivspiel häufig in die gefährliche Zone, doch der letzte Pass sollte noch nicht gelingen. Die beste Möglichkeit hatte Öztürk, der es Richtung kurzes Eck probierte, doch Wismut-Legende Männel war auf dem Posten (35.).
Kaisers emotionaler Ausgleich und K. O. kurz vor Ende
Mit Djamal Ziane für Ayo Adetula versprach sich Ziegner mehr Präsenz in der Box, und auch die Mannschaft kam gut aus der Pause. Öztürks Abschluss zischte jedoch knapp am langen Eck vorbei (48.), und auch bei Zianes Abschluss ging das Runde nicht ins Eckige (52.). Mit dem ersten Angriff nach der Pause trafen dann die Gäste: Nach Einwurf und Doppelpass bediente Skarlatidis Queißer in der Mitte, der den Ball irgendwie in die Ecke bugsierte (53.). Bittere Pille! Doch Lok blieb die bessere Mannschaft nach der Pause und rannte unermüdlich an. Die Belohnung? Der Ausgleich nach 70 Minuten! Kaiser wurde schön freigespielt, legte sich das Spielgerät zurecht und traf trocken von der Strafraumgrenze in die Maschen (70.). Jawohl! Und es ging weiter: Öztürk wurde gerade noch geblockt (73.), Bornscheins Schuss geriet genau auf Männel (86.). Die beste Möglichkeit vergab Schierack in der Nachspielzeit, seinen wuchtigen Abschluss hielt Männel (90.+1). Passend zum bisherigen Saisonverlauf setzten jedoch die Gäste den Lucky Punch. Einfacher Ballverlust im Mittelfeld, Aue mit dem Pass in die Tiefe zu Bär, der den herausstürmenden Duda zum 1:2-Endstand überlupfte (90.+3).
Fazit: Eine unfassbar bittere Niederlage! Wie auch gegen Chemnitz zeigte unser Team eine gute Leistung, ließ sich allerdings erneut die Butter vom Brot nehmen.
Nächsten Sonntag (14 Uhr) geht es im Sachsenpokal nach Auerbach.
Tore: 0:1 Queißer (53.), 1:1 Kaiser (70.), 1:2 Bär (90.+3)
Torschüsse: 12 – 8
Ecken: 4 – 5
1. FC Lok: Duda – Kaiser, Kusic, Wilton, Rühlemann – Čevis (60. Schierack), Abderrahmane (90. Lempe) Siebeck, Öztürk (82. Sadlek) – Adetula (46. Ziane), Kügel (60. Bornschein)
Aue: Männel – Burghardt (89. Loubongo-M’Boungou), Kapp, Strietzel, Kokovas – Angleberger - Maciejewski (74. Heidrich), Lihsek (89. Prosche), Skarlatidis (74. Pauling), Queißer (71. Kamm) – Bär
Gelbe Karten: Kaiser, Kusic (beide Lok)
Zuschauer: 8.023
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














