Nach zuletzt fünf Derbysiegen am Stück gab es für Lok Leipzig mal wieder eine Niederlage in diesem prestigeträchtigen Spiel. Beim Gastspiel in Leutzsch wirkte die Heimmannschaft über die gesamte Spieldauer einen Tick wacher und williger, die Partie zu gewinnen.
Für Tobias Dombrowa begann der Siegtorschütze aus dem letzten Heimspiel, Filip Kusic. Kapitän Djamal Ziane vertrat den weiterhin verletzten Stefan Maderer in der Sturmspitze.
Erste Halbzeit ohne große Highlights
Das Ortsderby startete wie gewohnt hitzig, die erste kleinere Rudelbildung gab es bereits nach zwei Minuten. Beide Mannschaften belauerten sich zunächst und spielten ohne das letzte Risiko. Torchancen blieben Mangelware. Die einzigen Annäherungen hatten die Leutzscher. Zunächst zielte Ratifo aus der Distanz zu hoch (13.), dann verrutschte ihm ein Seitfallzieher neben den Kasten (39.). Lok wurde nur bei Standards gefährlich – so etwa als nach Grözinger-Ecke Kusic zum Kopfball kam, diesen nur nicht platziert in Richtung Tor köpfen konnte (26.). Mit 0:0 ging es in die Pause.
Lihseks Distanzschuss reicht Chemie
Zur Pause kam Dombrowa für Kusic, am Spiel änderte sich nichts. Die Heimmannschaft wirkte wacher und griffiger. Nach kleinem Solo scheiterte Lihseks aus halblinker Position an Naumann, der sich breit machte und zur Ecke klärte. Zwei Minuten später war auch Loks Nummer Eins machtlos: Ratifo machte ein flaches Anspiel am Strafraumrand fest und ließ die Kugel auf Lihsek abtropfen. Der schloss präzise ab und traf am machtlosen Naumann vorbei in die Maschen des Gästetores (57.). Die nicht unverdiente Führung. Chemie war auch in der Folge zweikampfstärker und gab alles für den Erfolg. Lok schaffte es weiterhin nicht, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Als Arcalean kurz vor Ende der Partie aus der Distanz verzog, hatte auch jeder blau-gelbe Fan Gewissheit: Lok verliert das Derby in Leutzsch knapp mit 1:0.
Fazit: Die Niederlage war verdient. Aber unsere Jungs spielen trotzdem ohne Zweifel eine sehr gute Saison. Wir sind immer noch mit vier Punkten Vorsprung Tabellenführer und das Team hat sich somit einen gewissen Kredit verdient. Unser großes Ziel ist weiterhin möglich – aber dafür müssen alle an einem Strang ziehen: Mannschaft, Fans und Verein. Deswegen der dringende Aufruf an alle blau-gelben Fans: Unterstützt weiter zahlreich und lautstark unser Team! Nur gemeinsam können wir es schaffen.
Nächsten Samstag kommt der Hallesche FC zum (nächsten) Spitzenspiel ins „Bruno“. Anstoß ist 14 Uhr. Macht die Hütte voll!
Tickets gibt es hier!
Tor: 1:0 Lihsek (57.)
Torschüsse: 13 – 5
Ecken: 5 – 3
BSG Chemie Leipzig: Bergmann - Bell, Hoops, Sanin, Wendt - Seidel, Lihsek, Aliji (63. Mäder), Lisinski (78. Kießling) - Ratifo, Akono (43. Hoffmann)
1. FC Lok Leipzig: Naumann - Kusic (46. Dombrowa), Wilton, von Piechowski (81. McLemore), Grözinger - Abderrahmane - Arcalean, Siebeck (66. Öztürk), Cevis, Adetula (77. Kang) - Ziane (66. Elsner)
Zuschauer: 4.999 (700 Lok-Fans)
Gelbe Karten: Schmidt (Trainer Chemie), Lihsek, Bell, Bergmann, Seidel, Wendt (alle Chemie), Siebeck, Ziane, Arcalean, von Piechowski (alle Lok)
Text: Hannes Ulrich















