Mit großer Trauer haben wir vom viel zu frühen Tod Heiko Webers erfahren. Der langjährige Spieler des FC Carl Zeiss Jena und Trainer verschiedener Vereine ist am Montagmorgen im Alter von 61 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.
Heiko Weber hat den Fußball im Osten Deutschlands vor und nach der Wende entscheidend mitgeprägt. Als Spieler von Carl Zeiss Jena schrieb der Stürmer Geschichte – nicht nur mit fast 300 Pflichtspielen, sondern auch als Schütze des bislang letzten Europapokal-Treffers der Jenaer im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld (1988 gegen Sampdoria Genua) und des letzten Tores der DDR-Oberliga überhaupt (1991 beim 2:0-Erfolg des FC Carl Zeiss in Cottbus in der 89. Minute). Als Trainer führte er die Jenaer von 2004 bis 2006 mit zwei aufeinanderfolgenden Aufstiegen aus der viertklassigen NOFV-Oberliga Süd direkt in die 2. Bundesliga. Zwei seiner damaligen Spieler waren übrigens unser Geschäftsführer Toni Wachsmuth und unser Chefcoach Torsten Ziegner. Danach war Weber für Energie Cottbus, Erzgebirge Aue, den SSV Markranstädt, den ZFC Meuselwitz und zweimal erneut für Carl Zeiss Jena in verantwortlicher Position tätig.
Zwar war Heiko Weber nie Teil unseres 1. FC Lok, doch auf dem Fußballplatz sind wir uns oft begegnet. Insgesamt 13-mal stand „Benno“ als Spieler gegen den 1. FC Lok und den VfB Leipzig auf dem Platz. In weiteren elf Partien war er als gegnerischer Trainer an der Seitenlinie verantwortlich. Dabei haben wir ihn stets als feinen Fußballer, fairen Sportsmann und vor allem als leidenschaftlichen Fußballmenschen erlebt. Man merkte ihm an, dass er diesen Sport mit viel Herzblut lebte und liebte.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Weggefährten. Wir wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft.
Toni Wachsmuth:
„Heiko Weber hat in vielen Vereinen im Fußball-Osten Spuren hinterlassen. Für mich persönlich war er ein ganz besonderer Trainer und vor allem ein ganz besonderer Mensch. Er war immer fröhlich, voller Energie und Lebensfreude. So werde ich ihn in Erinnerung behalten.“
Ruhe in Frieden, Heiko Weber.
Foto: M. Koch















