Die ordentliche Mitgliederversammlung des 1. FC Lok Leipzig für das Geschäftsjahr 2024/25 am gestrigen Abend verlief erfolgreich und konstruktiv. Neben positiven Berichten zur finanziellen Lage von Verein und Spielbetriebs GmbH standen Gremienwahlen und eine Satzungsänderung im Fokus. Insgesamt zeigt sich der Verein sowohl sportlich als auch wirtschaftlich auf einem stabilen Fundament.
Exakt 300 Mitglieder sowie ein Gast waren auf der Mitgliederversammlung im großen Saal des H4-Hotels in Leipzig-Paunsdorf anwesend. Die Versammlung wurde mit einleitenden Worten von Vizepräsident Michael Weichert eröffnet.
Im Anschluss übernahm Vizepräsident Florian Eichler die Versammlungsleitung, der zunächst auch die gute Entwicklung im Nachwuchsbereich skizzierte und sich mit der Gesamtlage in diesem Bereich äußerst zufrieden zeigte.
Den Finanzbericht des Präsidiums stellte Tommy Militzer vor. Er erläuterte die wirtschaftliche Situation des Vereins und bestätigte eine insgesamt sehr positive finanzielle Entwicklung. Demnach standen beim Verein Aufwendungen in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro Gesamterträge von fast 2 Millionen Euro entgegen. Der Gewinn im Geschäftsjahr lag demnach exakt bei 671.000 Euro. Möglich wurde dieses tolle Ergebnis allerdings vor allem durch die bei der letzten Mitgliederversammlung beschlossenen Umlage und Spenden in Höhe von 876.000, davon eine Einzelspende von sage und schreibe 500.000 Euro. Verwendet wurde das Geld für die Weiterentwicklung der Infrastruktur, insbesondere für die Ertüchtigung des Stadions für die Anforderungen der 3. Liga. Fazit: Der Verein steht finanziell auf einem soliden Fundament.
Für den Aufsichtsrat berichtete der Vorsitzende Jens P. Hirschmann, der die positive Entwicklung des Vereins und die gute Zusammenarbeit der Gremien lobte.
Für die Spielbetriebs GmbH stellte Geschäftsführer Martin Mieth den Finanzbericht vor. Hier lagen Aufwendungen und Erträge bei jeweils knapp über 4 Millionen Euro. Positiv waren die Einnahme-Zuwächse in vielen Bereichen, denen allerdings auch Kostensteigerungen gegenüberstehen - letztendlich konnte ein Gewinn von immerhin 60.000 Euro erwirtschaftet werden. Auch hier gilt: Die Spielbetriebs GmbH ist finanziell nach wie vor nicht auf Rosen gebettet, aber wirtschaftlich gesund. "Gewinn ist nicht gleich Liquidität. Auch wir spüren an vielen Stellen die allgemeinen Teuerungen. Das bedeutet, dass wir weiterhin konsequent den Weg gehen müssen und werden, neue Einnahmequellen zu erschließen und mit den vorhandenen Mitteln effizient zu wirtschaften", so Mieth.
Zur sportlichen Entwicklung in der Saison 2024/25 sprach Toni Wachsmuth, der wenig überraschend ein sehr positives Fazit zog und betonte: "Genauso wollen wir weitermachen!"
In der Folge wurden sämtliche Gremien von der Mitgliederversammlung nahezu einstimmig entlastet. Auch die anschließenden Wahlen verliefen reibungslos: Alle zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten wurden bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt. Der neue Aufsichtsrat setzt sich aus den wiedergewählten bisherigen Amtsinhabern Jens P. Hirschmann, Knut Göbel, André Göhre und Daniel Zschuckelt sowie den neu gewählten Mitgliedern Dr. Michael Heinisch, Lars Menzel und Benjamin Schladitz zusammen. Für den Ausschuss für Vereinsstreitigkeiten wurden vier neue Mitglieder gewählt: Pierre Böhme, Aaron Löschke, Salvatore Schäling und Marcus Zoschke. Der Wahlausschuss bleibt in seiner bisherigen Besetzung bestehen. Alexander Fleig, Julia Kuhn und Paul Sliwinski wurden erneut in ihre Ämter gewählt.
Zu guter Letzt beschloss die Mitgliederversammlung eine Neufassung des §16 Absatz 2 der Vereinssatzung. Künftig können Mitglieder bei Zahlungsverzug ihrer Beiträge schneller ausgeschlossen werden. Diese Regelung reduziert den bürokratischen Aufwand und trägt zur Senkung der entstehenden Kosten für den Verein bei.
Der Verein bedankt sich bei allen anwesenden Mitgliedern für die konstruktive und vertrauensvolle Mitgliederversammlung.









