Nach zuletzt drei Partien in Folge ohne Sieg beim unangenehmen FSV Luckenwalde gab es gestern einen starken 3:0-Auswärtserfolg. Knapp 600 mitgereiste Lok-Fans sahen bei fast 20 Grad und schönstem Sonnenschein eine effiziente Vorstellung ihrer Farben.
Jochen Seitz schickte dieselbe Elf wie beim Heimsieg gegen Eilenburg auf den Rasen.
Cevis Genauigkeit und kurioses Eigentor
Die Luckenwalder, welche aufgrund einiger Spielabsagen ihr letztes Pflichtspiel Mitte Dezember bestritten, gestalteten die Partie zunächst sehr ausgeglichen. Nach drei Minuten hätte es auch fast mit der Führung geklappt: Maciejewski setzte sich im Strafraum durch, scheiterte aber aus halblinker Position an einem starken Reflex von unserer Nummer 1 Andi Naumann. Kurz darauf meldete sich auch Lok offensiv an, aber Maderer köpfte eine Flanke von Grözinger freistehend aufs Tordach (13.). Das muntere Spiel verflachte ein wenig, die Leipziger waren feldüberlegen. Ein wenig aus dem Nichts klingelte es dann. Nach einem Einwurf machte Öztürk die Kugel fest und flankte mit dem Außenrist flach an den Fünfer. Dort wollte Maderer nach einem kurzen Kontakt abschließen, doch Verteidiger Pollasch ging mit der Pike dazwischen, spitzelte die Kugel dabei aber in den eigenen Kasten. Die wichtige Führung! Und Blau-Gelb machte weiter, legte sich den Gegner zurecht. Einen hohen Schlag ließ Maderer an der Strafraumkante auf Cevis abtropfen. Der zuckte zweimal kurz, schlug einen Haken und vollendete flach und platziert ins linke Eck (40.). Das 2:0 – und die Pausenführung im Stile einer Spitzenmannschaft!
Kangs Schlusspunkt in einer intensiven Partie
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag, als der FSV nach 30 Sekunden fast zum Anschluss kam, aber Bachmann konnte sich aus zehn Metern nicht entscheiden, ob er schießen oder passen wollte. Es blieb die einzige gute Möglichkeit der Luckenwalder im zweiten Durchgang. Lok kontrollierte die Partie, verteidigte alle FSV-Versuche leidenschaftlich weg. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Kang: Ziane verlängerte einen langen Schlag auf den Flügelflitzer, der davoneilte und die Kugel von halbrechts eiskalt in die Maschen drosch (90.). Das Ende eines verdienten Auswärtserfolgs!
Fazit: Lok hat hier seine Hausaufgaben gemacht, denn solche unangenehmen Spiele gegen vermeintlich kleine Gegner sind am Ende genau die Partien, die unter Umständen den Unterschied ausmachen. Nahezu jede Spitzenmannschaft hat gegen die Brandenburger gepatzt – umso stärker, hier souverän dreifach gepunktet zu haben.
Nächste Woche steht eine englische Woche an, die in der Praxis auch eine Thüringer Woche ist: Lok gastiert am Mittwoch zum Nachholer beim ZFC Meuselwitz (19 Uhr). Am Sonntag folgt dann das Top-Duell des Spitzenreiters 1. FC Lok gegen den Tabellenzweiten FC Carl Zeiss Jena (14 Uhr). Schon weit über 5.000 (Heim-)Tickets für für den Kracher sind aktuell verkauft. Karten findet Ihr hier: tinyurl.com/KartenLOKFCC
Tore: 0:1 Pollasch (ET/30.), 0:2 Cevis (40.), 0:3 Kang (90.)
Torschüsse: 11 – 9
Ecken: 1 – 10
Zuschauer: 1.401 (600 Gästefans)
FSV 63 Luckenwalde: Palmowski - Bachmann, Jannene, Kühn, Meyer (64. Neumann) - Schneider, Pollasch (64. Meier) - Maciejewski, König (64. Kaus) , Schleinitz - Will (64. Butendeich)
1. FC Lok Leipzig: Naumann - Dombrowa, von Piechowski, Wilton, Grözinger - Abderrahmane (69. Kabashi) - Öztürk (69. Kang), Cevis (77. Maier), Siebeck (82. Kusic), Adetula - Maderer (82. Ziane)
Gelbe Karten: Will (FSV), Abderrahmane, Cevis, Kang (alle Lok)
Foto: Familie Bahrdt, Text Hannes Ulrich














