Vor einer großartigen und stimmungsvollen Kulisse von 10.787 Zuschauern empfing der 1. FC Lok Leipzig zum Aufstiegs-Hinspiel die Würzburger Kickers. Trotz eines aufopferungsvollen Auftrittes verloren wir letztlich mit 0:1 und gehen somit mit einer Hypothek ins Rückspiel am Montag. Trotzdem muss es dann heißen: Alle Kräfte mobilisieren
Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen die Zweitvertretung des 1. FC Magdeburg nahm Trainer Jochen Seitz zwei verletzungsbedingte Änderungen vor: Für Laurin von Piechowski kehrte Lukas Wilton nach seiner Rotsperre zurück in die Innenverteidigung, Eren Öztürk ersetzte Malick McLemore, der sich beim Abschlusstraining verletzte. Weiterhin fehlte zudem Mittelstürmer Stefan Maderer sowie die Langzeitverletzten Jonas Arcalean und Jan-Philipp Stein.
Hochkaräter auf beiden Seiten
Die ersten 20 Minuten waren geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, doch gute Torchancen blieben zunächst Mangelware. Es waren die Würzburger, die in der 24. Minute die erste dicke Chance hatten: Nischalke setzte sich auf links durch, kam in den Strafraum, scheiterte mit seinem Schlenzer aber am stark parierenden Naumann. Die darauffolgende Ecke wurde ebenfalls brandgefährlich: Bonga kam im Fünfmeterraum zum Kopfball, wo abermals Naumann zur Stelle war und den Ball an die Latte lenkte. Drei Minuten später die erste große Chance für die Loksche: Eren Öztürk, der rechts einen Steckpass von Ayo Adetula bekam und daraufhin den Ball präzise ins untere linke Eck zirkelte, zwang Würzburgs Keeper Hipper zu einer Parade. In der 33. Minute war es dann Ayo Adetula, der nach einem hohen Ball von Siebeck auf links durchstartete und schneller war als Würzburgs Hintermannschaft, doch der herausstürmende Hipper hatte aufgepasst. Torlos ging es also nach einer umkämpften ersten Halbzeit in die Kabinen.
Früher Schock durch Omore, danach kein Durchkommen
Halbzeit zwei hätte nicht schlechter beginnen können für Lok. In der 50. Minute tankte sich Bonga auf der linken Seite in Richtung Strafraum gegen zwei Lok-Spieler durch und flankte präzise auf Omore, der mit einem Flugkopfball einnickte. Ein echter Nackenschlag für unsere Elf. Die Partie war von nun an ein Abnutzungskampf für Lok. Die Mannschaft war zwar stets nach vorne bemüht, biss sich aber am Würzburger Block die Zähne aus. Die Gäste verteidigten routiniert die Führung und hatten per Konter auch die besseren Chancen. So lief der eingewechselte Cisse in der 73. Minute nach einem Abstimmungsfehler zwischen Siebeck und Dombrowa frei aufs Tor zu, doch ihm versagten die Nerven und er schoss weit übers Tor. Danach passierte nicht mehr viel.
Fazit: Einsatz, Kampf und Laufbereitschaft waren da! Aber vor allem in der zweiten Halbzeit schafften es unsere Blau-Gelben nicht, in der Offensive Druck und Gefahr zu entfachen, sodass Würzburg die knappe Führung über die Zeit bringen konnte. Jetzt muss es heißen: Kopf hoch, Brust raus und alle Kräfte mobilisieren für Montag. Anpfiff für das alles entscheidende Rückspiel in der AKON Arena in Würzburg ist 18:30 Uhr. Die Karten fürs Gästekontingent sind leider restlos vergriffen
Tore: 0:1 Omore (50.)
Torschüsse: 11 - 14
Ecken: 5 - 4
1. FC Lok Leipzig: Naumann - Dombrowa, Kusic, Wilton, Grözinger - Abderrahmane - Öztürk (82. Verkamp), Cevis (90. Kabashi), Siebeck (77. Maier), Adetula - Ziane (77. Elsner)
Würzburger Kickers: Hipper - Omore, Hägele, Farahnak, Kurzweg - Kraus, Ochs (68. Schmidt), Berisha (68. Cisse), Thormann (45. Meisel) - Bonga, Nischalke (90. Muteba)
Zuschauer: 10.787
Gelbe Karten: Öztürk, Siebeck - Nischalke, Farahnak
Text: Eric Beswer, Foto: Familie Bahrdt















