Was für ein Treffer! Mit seinem ersten Pflichtspieltor für den FCL führt uns Winterneuzugang Filip Kusic zu drei wichtigen Punkten gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Gäste spielten vor über 7.000 Zuschauern durchaus guten Fußball – doch bekamen die ganze Abgeklärtheit des Tabellenführers zu spüren.
Zwei Änderungen gab es im Vergleich zur Niederlage gegen Zehlendorf: Tobias Dombrowa war nach Gelbsperre wieder dabei, sein Startelfdebüt gab Kusic.
Effizienz macht den Unterschied
Das Topspiel zwischen dem ersten und dem vierten Platz hielt, was es versprach. Die Zuschauer bekamen ein gutes Tempo und viele Strafraumszenen geboten. Die erste gute Möglichkeit hatten die Gäste, denn nach einer Ecke ließ sich die Heimmannschaft auskontern. Einen tiefen Pass nahm Wolf gut mit und traf von der Strafraumgrenze die Latte. Die Kugel prallte vor die Füße von Fehler, dessen Schlenzer Naumann aus dem Eck kratzte (9.). Kurz darauf belohnten sich die Thüringer für den beherzten Auftritt: Wolfs Distanzschuss landete genau im linken Eck, ohne Chance für unsere Nummer Eins (14.). Die Partie war in der Folge ausgeglichen, Lok war um eine Antwort bemüht und kämpfte sich nach und nach ins Spiel. In der 35. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Arcalean spitzelte die Kugel an Gästekeeper Otto vorbei, der den Offensivspieler zu Fall brachte. Den Strafstoß verwandelte Abderrahmane souverän in die Tormitte zum Ausgleich. Und es kam noch besser – denn Blau-Gelb drehte das Spiel noch vor der Pause! Eine zu kurz geklärte Flanke nahm Kusic aus fast 20 Metern volley und hämmerte die Kugel in die Tormitte (40.). Was ein Strahl! Lok drückte in der Folge weiter, es blieb aber zum Pausentee beim 2:1.
Erfurt drückt, Lok kämpft
Auch in die zweite Hälfte starteten die Gäste besser und hätten ausgleichen können: Naumann parierte gegen Falcao, bei der anschließenden Ecke rettete Abderrahmane einen Kopfstoß auf der Linie (50.) – doch die Szene ging weiter. 20 Sekunden später war RWE wieder im Strafraum, erneut klärte „The Last Man Standing“-Abderrahmane den Ball Zentimeter vor der Torlinie. Was für eine Sequenz unseres Mittelfeldspielers! Die zweitbeste Offensive der Liga zeigte ihr ganzes Können und hatte auch in der Folge noch einige Möglichkeiten. Nach einem Halbfeldfreistoß köpfte ein Erfurter Spieler das Spielgerät wiederum ans Gebälk (75.). Die Schlussphase war wild, doch die Leipziger Defensive hielt stand. Heimsieg!
Fazit: Jawoll! Ein wichtiger Dreier aufgrund des puren Siegeswillens und einem defensiv beherzten Auftritt. Die Gäste spielten gut, doch Lok hielt mit viel Kampf dagegen und behält die drei Punkte im „Bruno“. Die erst zweite Auswärtspleite für Erfurt bedeutet, dass Blau-Gelb definitiv einen Verfolger aus dem Meisterschaftskampf gekegelt hat.
Das nächste Spiel ist erneut eine Highlight-Partie. Nächste Woche Sonntag geht es zum Derby nach Leutzsch, Anstoß im AKS ist 14 Uhr. Wiederum ein Spitzenspiel ist der nächste Heimauftritt: Am Samstag, 18.04. (14 Uhr) kommt der Hallesche FC zum Nachbarschaftsduell nach Probstheida.
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Tore: 0:1 Wolf (14.), 1:1 Abderrahmane (36./FE), 2:1 Kusic (40.)
1. FC Lok Leipzig: Naumann - Dombrowa, Wilton, Kusic, von Piechowski, Grözinger - Arcalean (86. McLemore), Siebeck, Cevis (75. Maier), Abderrahmane (90.+1 Kabashi) - Ziane (75. Adetula
FC Rot-Weiß Erfurt: Otto - Claxton, Awoudja, Boboy (68. Assibey- Mensah), Dehl - Caciel, Wolf (81. Mashigo), Fehler, Falcao, Schwarz (81. Soares) - Ugondu (81. Durakov)
Zuschauer: 7.036
Gelbe Karten: Arcalean (Lok), Schwarz (Erfurt)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














