Zuschauer beim 3:0-Sieg des 1. FC Lok Leipzig am Sonntag war auch Zsolt Balla. Balla leitet als Rabbiner seit 2009 die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig, ist seit 2019 zudem Landesrabbiner von Sachsen und seit 2021 Militärbundesrabbiner. Bei der Stolpersteinverlegung für den vom NS-Regime verfolgten jüdischen Trainer des VfB Leipzig, Gyula Kertész, vor den Toren des Bruno-Plache-Stadions, war er im Juni 2023 bereits einmal beim 1. FC Lok zu Gast. Nun folgte er, zusammen mit seinem 10-jährigen Sohn, für den es der allererste Besuch eines Fußballspiels war, der Einladung unseres Vereins zum Spielbesuch. Beide Ballas waren nicht nur begeistert vom 3:0-Erfolg, sondern auch von der tollen Stimmung im Stadion und unserer Gastfreundschaft.
Voraussichtlich am 11. März werden sich die Wege von Zsolt Balla und Lok Leipzig schon wieder kreuzen: Dann wird in der Trufanowstraße ein Stolperstein in Andenken an Leon Dressler verlegt. Der jüdische Rechtsanwalt war begeisterter Fußballer, unter anderem für den VfB Leipzig, und musste 1938 vor den Nazis ins Ausland fliehen. Sein Schicksal hatte unsere U15-Mannschaft im vergangenen Herbst im Rahmen eines Workshops recherchiert und so die Stolpersteinverlegung initiiert.















