Eine Eruption im Bruno-Plache-Stadion! Nach einer unfassbaren Energieleistung ist der 1. FC Lok Leipzig zum zweiten Mal in Folge Meister der Regionalliga Nordost! Eingeleitet von Doppelpacker Adetula, drehte unsere Mannschaft zweimal einen Rückstand und sorgte für berauschendes Fußballfest, was kein blau-gelber Fan jemals vergessen wird.
Zurück in der Startelf war nach Verletzung Verteidiger Laurin von Piechowski, Rühlemann blieb zunächst auf der Bank. Kapitän Ziane führte die Elf als Kapitän in das letzte Ligaspiel der Saison.
Die Elbestädter schenken nichts her
Die Lok-Elf versuchte vom Start weg, den Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Doch auch die Magdeburger waren voll da, standen sicher und verschleppten clever das Tempo. Die Anfangsphase verlief ohne die großen Chancen, bis auf einmal die Gäste auf 1:0 stellten: Einen hohen Ball konnte McLemore nicht wegköpfen, Frenzel spritzte dazwischen. Der Stürmer nahm die Kugel mit und traf satt in die linke obere Ecke zur Führung (24.). Die Mannschaft musste sich von diesem Schock erst einmal erholen, wirkte ein wenig verunsichert. Die beste Chance vergab McLemore, als sein Abschluss ans Außennetz ging (43.). Hiobsbotschaft kurz vor Halbzeitpfiff: Rühlemann ersetzte von Piechowski, der erneut verletzt raus musste.
Ein Feuerwerk an Emotionen
Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein Fußballkrimi, an den sich jeder, der im ‚Bruno‘ war, noch lange erinnern wird. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Ziane einen langen Schlag von Rühlemann per Kopf perfekt in den Lauf des sprintstarken Adetula verlängerte. Der war durch und blieb vor Gästekeeper Möbius cool – der Ausgleich (47.)! Das Feuer im Stadion war angezündet, nur um eine Zeigerumdrehung später wieder gelöscht zu werden. Ein weiter Ball von Möbius sorgte für Verwirrung in der Lok-Defensive, Frenzel löste sich clever, umkurvte Naumann und traf ins leere Tor zur erneuten Führung.
Das Spiel war nun total wild, es ging hin und her. Und Lok traf erneut zum Ausgleich: Adetulas strammer Abschluss von der Strafraumgrenze ließ dem Gästeschlussmann keine Abwehrchance (59.) - doch zu diesem Zeitpunkt stand schon fest, dass Lok einen Sieg brauchte. Drei Minuten nach dem Ausgleich wurde Ziane im Strafraum zu Boden gerissen, es gab Elfmeter. Abderrahmane nahm sich die Kugel und blieb trotz des enormen Drucks eiskalt. Das 3:2, gleichbedeutend mit der erneuten Tabellenführung! Die Mannschaft spielte anschließend wie im Rausch: Cevis vergoldete einen Gegenangriff und stellte auf 4:2 (69.), in der letzten Minute sogar noch auf 5:2. Der Schlusspunkt in einem denkwürdigen Finale!
Fazit: Jawohl! Der 1. FC Lok belohnt sich für eine unfassbar starke Saison mit dem Meistertitel. Der zweite Triumph am Stück kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Danke an das Trainerteam, die Mannschaft, die besten Fans der Welt und jeden, der den Verein in anderer Form unterstützt und zu dem Club macht, den wir alle lieben!
Jetzt heißt es: Feiern, und danach nochmal alle Kräfte für die Aufstiegsspiele bündeln. Gemeinsam schaffen wir den Aufstieg! Das Hinspiel gegen die Würzburger Kickers steigt am Donnerstag, 28. Mai. Das Rückspiel in Würzburg findet am Montag, 1. Juni statt. Anpfiff ist jeweils 19 Uhr. Über die Modalitäten zum Ticketverkauf fürs Heim- und Auswärtsspiel informieren wir Euch zeitnah hier auf der Homepage und unseren News-Kanälen.
Tore: 0:1 Frenzel (24.), 1:1 Adetula (47.), 1:2 Frenzel (49.), 2:2 Adetula (59.), 3:2 Abderrahmane (63./FE), 4:2 Cevis (69.), 5:2 Cevis (90.)
Torschüsse: 18 – 9
Ecken: 8 – 5
1. FC Lok Leipzig: Naumann – Dombrowa, von Piechowski (42. Rühlemann), Kusic, Grözinger – Siebeck, Abderrahmane, Cevis – McLemore (69. Öztürk), Ziane (78. Zimmer), Adetula (78. Elsner)
1. FC Magdeburg II: Möbius – Vogler, Dzogovic, Trkulja, Zajusch – Mergner (46. Leipertz), Birk (82. Marusic), Korsch – Baars, Frenzel, Widmann (75. Hink)
Zuschauer: 8.985
Gelbe Karten: Grözinger, Siebeck (beide Lok), Mergner, Zajusch, Widmann (alle FCM)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














