Was für ein Fight! Blau-Gelb gewinnt trotz einer ganzen Halbzeit in Unterzahl beim Topteam aus Jena. Dabei gab unsere Truppe in der ersten Halbzeit auch spielerisch den Ton an und überzeugte in Halbzeit zwei durch einen leidenschaftlichen und kämpferischen Auftritt.
Nach der Roten Karte gegen Filip Kusic im letzten Spiel musste die Abwehrkette wieder umgebaut werden. Jan-Philipp Stein startete für den gesperrten Innenverteidiger. Zudem starteten der wieder genesene Farid Abderrahmane sowie Eren Öztürk. Auf der Bank vertrat Co-Trainer Robin Hintz Chefcoach Torsten Ziegner, der im Spiel gegen den BFC ebenfalls Rot gesehen hatte.
Turbulenter Start und fragwürdiger Platzverweis
Von der Tribüne aus sah Ziegner einen denkbar ungünstigen Start seiner Elf. Abderrahmane verlor die Kugel im Mittelfeld, Jena schaltete schnell um. Lankford gab die Kugel ins Zentrum zu Wollschläger, der im ersten Versuch noch an Wendlinger scheiterte, den Abpraller jedoch ins Tor köpfte (4.). Doch unser Team zeigte im Regen von Jena eine starke Reaktion. Explizit Eren Öztürk: Der Offensivakteur bekam den Ball an der Mittellinie, dribbelte sich durch drei, vier Verteidiger hindurch und schloss vom Strafraumrand ab. Punktgenau ging die Kugel neben den Pfosten, ohne viel Tempo, aber präzise – der schnelle Ausgleich durch eine schöne Einzelaktion (8.). Lok war nach diesem Turbostart Herr auf fremdem Platze. Unsere Jungs hatten viel Ballbesitz und legten sich den Gegner durch kontrolliertes Aufbauspiel zurecht. Nach Čevis-Ecke parierte Härting in Jenas Kasten Djamal Zianes Kopfball (18.). Sonst passierte chancentechnisch wenig, ein Tor von Carl Zeiss zählte wegen eines Foulspiels im Vorfeld nicht. Kurz vor der Halbzeit dann zwei Schockmomente: Zuerst musste Lukas Wilton verletzt raus. Wenig später traf Stein im Zweikampf mit Löder den Stürmer mit dem Bein auf Kopfhöhe – allerdings spielte er vorher auch den Ball. Für den Schiedsrichter reichte dies allerdings aus, Stein vom Platz zu schicken (43.).
Adetulas Abstauber und Kampf bis zum Ende
Eine ganze Halbzeit musste Lok nun in Unterzahl bestreiten - und das ohne die beiden Innenverteidiger aus der Startaufstellung. Aber unsere Jungs kamen mutig aus der Pause. Einen Distanzschuss von Abderrahmane konnte Härting nur noch vorne abprallen lassen, Adetula schaltete schnell und staubte zur Führung ab (49.). Spiel gedreht! Es folgten wütende Angriffe von Jena, doch unsere Mannschaft stand sehr diszipliniert und verteidigte fast alles leidenschaftlich weg. Nach knapp einer Stunde stand Burmeister alleine vor Wendlinger, doch zielte über den Kasten. Zwei Minuten später wurde Reddemann freigespielt, dessen Versuch parierte unser Schlussmann glänzend (63.). Jena kam in der Phase immer wieder über die Außen durch, doch die unzähligen Flanken von Nils Butzen köpfte unser Team alle weg – angetrieben vom unermüdlichem Support unserer mitgereisten Fans, die eine tolle Stimmung machten. Gegen Ende machte Jena immer mehr auf, und Lok konterte. Die eingewechselten Arcalean und Bornschein standen jeweils alleine vor dem Jenaer Tor, doch scheiterten beide am Schlussmann der Heimmannschaft (89./ 90.+4). Doch das war alles egal – denn kurz darauf war die Partie vorbei!
Fazit: Ein Spiel, an das wir uns sicher noch lange erinnern werden! Der Erfolg ist ein Sieg der Mannschaft. Jeder einzelne Spieler hat sein Herz auf dem Platz gelassen, um die drei Punkte mitzunehmen. Mit dieser Einstellung kann unser Team jeden schlagen!
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Leichter werden die Gegner aber keinesfalls. Am nächsten Samstag (14 Uhr) empfangen wir den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter aus Erfurt. Seid dabei, und macht das „Bruno“ zu einem Tollhaus!
TICKETS LOK vs. RWE
Tore: 1:0 Wollschläger (4.), 1:1 Öztürk (8.), 1:2 Adetula (49.)
Torschüsse: 8 – 12
Ecken: 7 – 7
Carl Zeiss Jena: Härting – Butzen, Reddemann, Talabidi (57. Eshele) – Aigner, Fritz (73. Hoppe), Löder (46. Ajvazi), Werner (46. Munser) – Burmeister, Lankford (57. Teuber), Wollschläger
1. FC Lok Leipzig: Wendlinger – Schierack, Stein, Wilton (41. Böhm), Kaiser (84. Dombrowa) – Abderrahmane, Siebeck - Öztürk (84. Rühlemann), Čevis, Adetula (69. Arcalean) - Ziane (69. Bornschein)
Gelbe Karten: Aigner, Wollschläger (beide Jena), Čevis (Lok)
Rote Karte: Stein (Lok)
Zuschauer: 8.909 (857 Lok-Fans)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich















