Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Mit dem Beitritt des Zweitligisten SC Preußen Münster wächst das bundesweite Reformbündnis auf nunmehr 60 Vereine aus den ersten fünf Ligen des deutschen Fußballs. Die Initiative setzt sich weiterhin geschlossen dafür ein, dass künftig alle Regionalligen gleiche Chancen, einheitliche Voraussetzungen und in einer veränderten Struktur einen festen sportlichen Aufsteiger erhalten.
Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie & Kommunikation beim SC Preußen Münster, erklärt den Beitritt des Zweitligisten wie folgt: „Der SC Preußen Münster tritt der Initiative ‚Aufstiegsreform2025‘ bei, weil die Forderung ‚Meister müssen aufsteigen‘ dem Grundsatz sportlicher Fairness und des Wettbewerbs, für den auch der SC Preußen Münster steht, folgt. Der Beitritt ist zugleich mit der Erwartung eines sachlichen, ergebnisoffenen Diskurses verbunden, der über Einzelinteressen hinaus eine zukunftsfähige Ligenstruktur im Sinne des Sports über die Regionalligen hinaus entwickelt.“
Größte Solidaritätsbewegung im deutschen Fußball
Mit inzwischen 60 Klubs hat sich die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ in den zurückliegenden Monaten zur größten vereinsübergreifenden Solidaritätsbewegung im deutschen Fußball entwickelt. Vereine aus ganz Deutschland haben sich öffentlich hinter der Forderung nach einer gerechten Lösung in der seit mehr als einem Jahrzehnt diskutierten Regionalliga-Frage versammelt. Dass mit dem SC Preußen Münster jetzt ein weiterer prominenter Klub der Initiative beitritt, unterstreicht zudem die wachsende Dynamik der Debatte. Der laufende Reformprozess zeigt zugleich deutlich: Eine tragfähige Lösung wird am Ende nur dann möglich sein, wenn sich die Vereine – gemeinsam mit ihren Fanszenen – geschlossen für einen lösungsorientierten Kompromiss stark machen.
Haeder: „Vereine haben die Veränderung jetzt selbst in der Hand“
Tommy Haeder, Sprecher der Initiative Aufstiegsreform 2025 und Geschäftsführer des Chemnitzer FC, begrüßt den Beitritt des Zweitligisten und ordnet ihn in den aktuellen Reformprozess ein: „Es ist wichtig zu betonen, dass es die Vereine gemeinsam in der Hand haben zu sagen: Wir wollen eine Veränderung – und zwar jetzt. Nie zuvor sind Reformbemühungen in der zentralen Frage, wie der Übergang vom Amateur- zum Profifußball geregelt wird, so weit vorangeschritten wie aktuell. Daher geht vom Beitritt von Preußen Münster ein weiteres wichtiges Signal für den laufenden Reformprozess aus.“
Mit Blick auf das nächste Treffen der DFB-Arbeitsgruppe richtet Haeder einen deutlichen Appell an alle Beteiligten: „Wir setzen weiterhin auf den aktuellen Reformprozess und appellieren an alle Beteiligten, den Fußball und eine gemeinsame Reformlösung in den Mittelpunkt zu stellen. Als Reforminitiative werden wir weiterhin all unsere Kraft dafür einsetzen, eine konstruktive und faire Lösung für alle Regionalligen zu erreichen. Ein entsprechender Ansatz liegt mit dem sogenannten ‚Kompass-Modell‘ auf dem Tisch.“
Im „Kompass-Modell“ würden sich die Staffeln nicht mehr nach Verbandsgrenzen richten, sondern sich in jeder Saison anhand der kürzesten Fahrtstrecken zusammensetzen. Die vier Meister könnten direkt aufsteigen, Aufstiegsspiele zur 3. Liga wären nicht mehr nötig.
Nächstes Arbeitstreffen am 25. März in Frankfurt
Der Blick richtet sich nun auf das nächste Treffen der Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform, das am 25. März 2026 auf dem DFB-Campus in Frankfurt stattfinden wird.
Zusammensetzung der Arbeitsgruppe
Der Arbeitsgruppe „Regionalliga-Reform“ gehören Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf Regionalligen an. Jede Staffel hat eigenverantwortlich ihre Vertreter für die Arbeitsgruppe benannt. Weitere Mitglieder sind Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB sowie Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans für die Deutsche Fußball Liga. Michael Vesper komplettiert die Gruppe als Vorsitzender. Die Arbeitsgruppe selbst ist kein Beschlussgremium.















