Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Jedes Jahr rund um diesen Tag gedenkt der deutsche Fußball zusammen mit der Initiative „!Nie Wieder“ der im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.
Das nationalsozialistische Regime instrumentalisierte den Sport auf vielfältige Weise. Er sollte nicht nur Disziplin, Leistungsbereitschaft und militärische Einsatzfähigkeit fördern, sondern war auch ein wichtiges Mittel der Propaganda. Auch der deutsche Fußball, der stark von englischen Einflüssen geprägt war und viele jüdische Wegbereiter hervorgebracht hatte, blieb vom Antisemitismus nicht verschont. Zahlreiche Vereine beteiligten sich aktiv an der Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, obwohl die NS-Führung aus Rücksicht auf die Olympischen Spiele 1936 zunächst Zurückhaltung übte. In vielen Fällen war also nicht einmal staatlicher Zwang notwendig. Selbst verdiente Sportler wie der Nationalspieler Julius Hirsch, wurden aus dem Sport verdrängt. Hirsch wurde später im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.
Als 1. FC Lokomotive Leipzig sehen wir es als unsere Verantwortung, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust wachzuhalten. Unser Verein steht für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Wir setzen uns seit vielen Jahren kritisch mit der Rolle und Geschichte unseres Vereins in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. Seit 2023 ist der 1. FC Lok zudem der erste Fußballverein in den neuen Bundesländern, vor dessen Stadion ein Stolperstein an ein ehemaliges Vereinsmitglied, den Trainer Gyula Kertész, erinnert.
Der Fußball verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugungen. Diese Kraft nutzen wir, um klar gegen Diskriminierung und Ausgrenzung Stellung zu beziehen – auf und neben dem Platz. "Nie wieder" ist jetzt. Und immer.














