Bittere Niederlage in einem fifty-fifty Spiel: Die ausgeglichene Flutlichtpartie mit leichten Feldvorteilen für unsere Loksche entschied am Ende ein Doppelschlag der Chemnitzer in der Schlussviertelstunde. Trotz guter Leistung gab es somit die zweite Niederlage der Saison.
Trainer Torsten Ziegner musste nicht nur auf Artur Mergel (Fußprellung) sowie die länger verletzten Jonas Arcalean und Eliyas Strasner verzichten. Kurzfristig fielen zudem Kapitän Djamal Ziane, Eren Öztürk, Justin Duda und Patrick Vuc mit Magen-Darm-Infekt aus.
Ausgeglichenes Spiel ohne Torchancen
Das Topspiel des Spieltags war zunächst vom Abwarten geprägt. Kein Team wollte ins letzte Risiko gehen, viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Lok bestimmte die Partie, die Chemnitzer Abwehr stand allerdings sicher und ließ nur wenig zu. Unsere beste Möglichkeit im ersten Durchgang gab es nach einem Ballgewinn im Mittelfeld: Blau-Gelb schaltete schnell um, doch der Schuss von Dorian Čevis wurde im letzten Moment noch von Löhmannsröben abgegrätscht (13.).
Lok kommt auf, Chemnitz trifft
Unsere Jungs kamen wie die Feuerwehr aus der Pause. Nach nur neun Sekunden verpasste Julian Kügel von der Strafraumgrenze die Führung, für CFC-Keeper Richter war dieser Ball einer zum Fliegen (46.). Und auch die Gäste kamen jetzt, den Kopfball des eingewechselten Berlinski fischte Krake Naumann sensationell aus dem Eck (56.). Insgesamt blieb Lok aber zunächst den Tick gefährlicher. Kügel verpasste erneut knapp (63.) und auch Ayo Adetula konnte nach einnm langen Schlag von „Naumi“ nicht einlochen (65.). Wie es geht, zeigte der eiskalte Gast: Ein langer Pass von Slamar hebelte unsere Abwehr aus, Baumgart war frei vorm Tor, legte den Ball überlegt an den langen Pfosten, wo Berlinski zur Führung einschob (77.). Der CFC nutzte das Momentum und traf vier Minuten später zur Entscheidung durch Baumgart, der trocken ins kurze Eck traf (81.). Danach lief unser Team an, ein Treffer sollte aber nicht mehr gelingen.
Fazit: Schade! Eine couragierte und teilweise dominante Leistung gegen ein Top-Team der Liga wurde nicht belohnt. Letztendlich waren die Gäste heute nicht besser, sondern schlicht effektiver als unsere Lok. Dennoch erneut eine Leistung, die zeigt: Lok hält mit den Brocken der Liga mit.
Und genau so ein Brocken kommt am Sonntag erneut ins „Bruno“. Der Drittligaabsteiger aus Aue gibt sich die Ehre, Anstoß ist 14 Uhr.
TICKETS LOK vs. AUE
Tore: 0:1 Berlinski (77.), 0:2 Baumgart (81.)
Torschüsse: 9 – 9
Ecken: 6 – 10
1. FC Lok Leipzig: Naumann – Kaiser (69. Dombrowa), Kusic, Wilton, Rühlemann - Schierack, Abderrahmane - Čevis, Siebeck (83. Sadlek), Adetula - Kügel (69. Bornschein)
Chemnitzer FC: Richter – Eppendorfer, Löhmannsröben, Slamar, Tchouangue – Baumgart, Geipl (90. Vogt) – Alberico (90. Hempel), Grimaldi (57. Fesser), Marx (46. Berlinski), Stockinger (71. Pistol)
Gelbe Karten: Kaiser, Cevis (beide Lok), Slamar, Grimaldi, Löhmannsröben
Zuschauer: 6.065
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














