In einem mitreißenden Spiel wird unserem Team mit der letzten Aktion der Sieg entrissen. Nach Pausen-Rückstand drehen Jonas Arcalean und Artur Mergel die Partie, ehe Hartmanns Last-Minute-Freistoß uns wieder mal einen Dämpfer verpasst.
Im Vergleich zum Derby gab es zwei Änderungen: Dorian Čevis und Tobias Dombrowa starteten für Farid Abderrahmane und Simon Schierack. Zudem war Jan-Philipp Stein nach Rotsperre wieder im Kader.
Starker Start und bitterer Rückstand
Unsere Jungs kamen gut in die Partie und beherrschten die Anfangsphase, bemerkenswert dabei das zielstrebige Spiel nach vorne. Nach einem kurz ausgeführten Eckball kam Ayo Adetula aus der Distanz zum Abschluss, sein Rechtsschuss zischte knapp am Pfosten vorbei (7.). Nur vier Minuten später fehlte auch bei Arcaleans Flachschuss vom rechten Strafraumeck nicht viel (11.). Danach folgte eine ausgeglichene Phase ohne große Höhepunkte, auch die formstarken Hallenser – immerhin fünf Siege am Stück – waren nun im Spiel angekommen. Kurz vor der Pause fiel dann trotzdem sehr überraschend die Führung für den HFC: Hoher Ball auf Atilgan, der die Kugel gut mitnahm, in den Strafraum durchlief und clever in die Mitte legte, wo Goalgetter Benyamina den Fuß hinhielt (44.). Bitter!
Später Schock trotz Mergels Premierentor
Die über 9.000 Zuschauer im Leuna-Chemie-Stadion sahen zu Beginn der zweiten Hälfte beinahe das 2:0 für die Gastgeber, als Stierlin aus Nahdistanz knapp am langen Pfosten vorbei köpfte. Doch insgesamt blieb der Eindruck aus der ersten Hälfte. Lok machte eine starke Partie und wurde wieder zielstrebiger im Offensivspiel. Joker Mergel spielte einen starken Steckpass auf Arcalean. Der Offensivmann umkurvte den herausstürmenden Schlussmann der Hallenser und blieb trotz spitzem Winkel eiskalt und traf zum Ausgleich (62.). Und Lok blieb dran: Kaisers Distanzschuss senkte sich an die Unterkante der Latte (68.). Dann die Führung: Mergel wurde von Adetula bedient und schoss das Spielgerät überlegt vom Strafraumrand ins linke Kreuzeck (70.). Es sah nun alles nach einem Auswärtssieg aus, auch weil unser Team leidenschaftlich verteidigte und die wütenden Angriffe des HFC mit Glück und Geschick verteidigte. Sinnbildlich für den Kampf: In der Nachspielzeit wehrte Eliyas Strasner Ratifos Kopfball auf der Torlinie mit der Brust ab (90.). Trotzdem fiel noch der Ausgleich für den dezimierten Tabellendritten – Landgraf hatte wegen einer Notbremse die Rot gesehen (90.+3). Denn aufgrund dieser Roten Karte ging das Spiel noch ein paar Sekunden länger. Halle bekam nochmal einen Freistoß von der Strafraumgrenze, Hartmann traf mit der letzten Aktion zum Ausgleich (90.+4).
Fazit: Erneut ein Sinnbild für die Saison. Ein starkes Auswärtsspiel bei einem starken Gegner, aber wieder keine drei Punkte. Nehmen wir das Positive mit: Wir bleiben damit auch im siebten Auswärtsspiel ungeschlagen und beenden Halles Siegesserie.
ZUR PRESSEKONFERENZ
Die nächste Partie ist schon am Freitag (19 Uhr): Gegen die VSG Altglienicke soll endlich auch im heimischen „Bruno“ der Bock umgestoßen und der erste Heimsieg der Saison eingefahren werden.
TICKETS LOK vs. VSG
Tore: 1:0 Benyamina (44.), 1:1 Arcalean (62.), 1:2 Mergel (70.), 2:2 Hartmann (90.+4)
Hallescher FC: Bendel – Hauptmann, Kastull (79. Langhammer), Halili, Landgraf – Becker (85. Ehrlich), Stierlin - Damelang (69. Hartmann), Kulke (69. Ratifo), Atilgan – Benyamina
1. FC Lok Leipzig: Wendlinger – Dombrowa (60. Mergel), Böhm, Siebeck, Strasner – Kaiser, Čevis - Arcalean (77. Rühlemann), Öztürk (60. Schierack), Adetula (88. Kusic) – Ziane (88. Bornschein)
Gelbe Karten: Damelang, Kulke, Becker, Halili (alle HFC), Arcalean, Rühlemann (beide Lok)
Rote Karte: Landgraf (HFC, Notbremse)
Zuschauer: 9.242 (1.294 im Lok-Block)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich















