Eine turbulente Partie im Bruno-Plache-Stadion endete 3:3! Beim Heimauftakt reichte dem FCL vor 5.001 Zuschauern eine 3:1-Führung nicht zum Sieg, weil starke Magdeburger noch zurückkamen.
Zwei Veränderungen gab es bei den Leipzigern im Vergleich zum Auftaktsieg: Neuzugang Ricky Bornschein durfte im Sturmzentrum von Beginn an auflaufen und U19-Spieler Julian Lempe spielte im zentralen Mittelfeld – dafür rückte Simon Schierack auf die Position des Rechten Verteidigers, weil Tobias Dombrowa mit Mandelentzündung fehlte.
Halbzeitführung trotz frühem Gegentreffer
Die Mannschaft war von Beginn an heiß, wurde aber wie gegen Luckenwalde früh geschockt. Eine Magdeburger Ecke schien schon geklärt, als ein Ballverlust die Gäste einlud: Baars Flanke fand Lemke, der aus sechs Metern einköpfte (10.). Lok zeigte sich allerdings nicht geschockt und drückte auf den Ausgleich. Doch Ayodele Adetula scheiterte am Pfosten (11.) und zog kurz darauf nach schöner Drehung knapp vorbei (16.). Der hoch verdiente Ausgleich fiel dann durch einen Elfmeter nach etwas mehr als einer halben Stunde. Abderrahmane ließ sich die Möglichkeit nicht nehmen und traf in die Tormitte (36.). Angestachelt von den Fans drehte das Team die Partie noch vor der Halbzeit! Nach Traum-Vorarbeit von Farid Abderrahmane überlupfte Simon Schierack den herausstürmenden Gäste-Keeper zum 2:1 (45.).
Zwei-Tore-Vorsprung verspielt
Hochmotiviert startete der amtierende Regionalliga-Meister auch in den zweiten Durchgang, allerdings verpasste Bornschein nach zehn Sekunden freistehend und fand später in Kampa seinen Meister (50.). Kurz darauf traf er dann aber doch: Einen überragenden Steilpass von Eren Öztürk ersprintete Adetula, der den Ball genau im richtigen Moment in die Mitte legte, wo der Neuzugang aus Aue nur noch einschieben musste (52.).
Lok kontrollierte anschließend zunächst das Spiel, aber die Gäste verkürzten nach einem Konter ein wenig aus dem Nichts durch Manthey auf 2:3 (70.). Unsere Jungs wirkten nun verunsichert, Räume entstanden im Mittelfeld. Durch so einen brach Korsch durch und bediente Baars, der zum Ausgleich traf (73.). Danach probierte der FCL alles, Ziane hatte noch einmal einen guten Abschluss. Doch es blieb beim Unentschieden.
Fazit: Unsere Mannschaft lieferte in der ersten Stunde ein sehr gutes Spiel ab, agierte mit großer Intensität, hohem Tempo und viel Spielwitz. Der Lohn waren zahlreiche Torchancen und drei Treffer. Nach einer guten Stunde ging dann leider der Faden etwas verloren und mit ihm die sicher geglaubten drei Punkte. Schade!
Nun steht eine anstrengende englische Woche an: Weiter geht es bereits am Mittwoch, wenn Lok beim BFC Preussen gastiert. Anstoß im Berliner Preussenstadion ist 19 Uhr. Am kommenden Samstag um 14:30 Uhr ist dann die U23 von Hertha BSC zu Gast im „Bruno“.
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Tore: 0:1 Lemke (10.), 1:1 Abderrahmane (36./FE.), 2:1 Schierack (45.+1), 3:1 Bornschein (52.), 3:2 Manthey (70.), 3:3 Baars (73.)
1. FC Lok Leipzig: Naumann – Schierack, Kusić, Wilton, Rühlemann – Čevis (55. Sadlek), Abderrahmane, Lempe (55. Siebeck), Öztürk (67. Vuc) – Adetula (67. Ziane), Bornschein (81. Mergel)
1. FC Magdeburg II: Kampa – Mewes (60. Niklaus), Lemke, Trkulja, Zajusch – Reitz (60. Korsch), Birk, Mergner (81. Frohberg) – Baars, Manthey (81. Elsner), Lee (74. Bräunling)
Zuschauer: 5.001
Gelbe Karten: Lempe (Lok), Birk, Zajusch (beide FCM)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich















