Pech im Abschluss und unnötige Gegentore: Gegen die U23 von Hertha BSC gab es im zweiten Heimspiel die erste Niederlage der Saison.
Torsten Ziegner vertraute der gleichen Elf wie beim Auswärtssieg am vergangenen Mittwoch in Berlin.
Doppeltes Alu-Pech für Blau-Gelb
Lok machte von Beginn an das Spiel, es fehlte allerdings trotz viel Ballbesitz eine klare Idee. Und so hatten kompakt stehende Gäste die beste Chance der Partie, als Kannemann per Direktschuss knapp am Kasten vorbeischoss (25.). Blau-Gelb war nun angestachelt und ging nach einer halben Stunde fast in Führung: Nach flacher Hereingabe traf Drei-Tore-Mann Bornschein aus kurzer Distanz nur den Pfosten! Und noch vor der Pause gab es den nächsten Alutreffer, als Adetulas Freistoß nur ans Gebälk prallte. Bitter unsere Jungs, denn eine Halbzeitführung wäre aufgrund der Qualität der Chancen verdient gewesen.
Herthas Doppelschlag entscheidet
Direkt nach Wiederanpfiff hätte Lok dann zwingend in Führung gehen müssen. Nach schöner Kombination hätte sich Cevis die Ecke eigentlich aussuchen können, doch er rutschte weg und säbelte die Kugel aus zehn Metern übers Tor. Auf der Gegenseite dann der Schock: Kannewurfs Schuss wurde zunächst geblockt, allerdings prallte die Kugel zu ihm zurück und er murmelte das Spielgerät ins Eck (52.). Nur fünf Minuten später der nächste Dämpfer, als Weiland über links nahezu ungestört in den Strafraum spazierte und aus halblinker Position in die Ecke traf (57.). Doch unsere Jungs schüttelten sich und kamen stark zurück. Adetula nahm einen Pass von Mergel an der Strafraumgrenze an und donnerte den Ball einige Kontakte später in die kurze Ecke (65.). Das Stadion war wach, und die Leipziger Walze rollte los. Die beste von vielen Möglichkeiten: Ziane köpfte aus kurzer Distanz, Heide parierte im Gästetor glänzend (69.). Es war nur noch ein Spiel auf ein Tor, doch bei unseren Jungs fehlte vielleicht auch ein bisschen das Spielglück. So blieb es beim 1:2.
Fazit: Lok zeigte, offensiv wie defensiv, wiederum gute Ansätze. Was ein wenig fehlt, ist die Effektivität. Einerseits natürlich nach vorne, um die zahlreichen guten Möglichkeiten in mehr Tore umzumünzen. Andererseits auch im Defensivverbund: Wir lassen zumeist nicht viele Möglichkeiten des Gegners zu, dafür aber zu einfache.
Nächsten Sonntag geht es auswärts nach Berlin, zum Aufsteiger Tasmania. Anstoß ist 14 Uhr im Werner-Seelenbinder-Stadion.
Tore: 0:1 Kannewurf (52.), 0:2 Weiland (57.), 1:2 Adetula (65.)
1. FC Lok Leipzig: Naumann – Dombrowa (58. Mergel), Kusic (80. Böhm), Wilton. Siebeck (25. Rühlemann) – Čevis, Abderrahmane (80. Vuc), Schierack, Öztürk – Adetula, Bornschein (58. Ziane)
Hertha BSC II: Heide – Adetokunbo-Adelenu, Brekalo, Gruschwitz, Weiland – Jensen, Ngwa, Ogbaidze – Hildebrandt (88. Akoto), Kannewurf (73. Canpolat), Ndi
Zuschauer: 4.056
Gelbe Karten: Mergel (Lok), Ogbaidze, Jensen (beide Hertha)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich















