Im windigen „Bruno“ sollte es diesmal nicht sein. Der 1. FC Lok verliert sein Heimspiel gegen Hertha Zehlendorf verdient mit 0:2. In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel zeigten sich die Gäste unterm Strich etwas energischer und gefährlicher als der Spitzenreiter, der nicht zu seiner gewohnten Intensität fand.
Zwei personelle Änderungen im Vergleich zum Wochenende: Maderer fehlte aufgrund einer leichten Fußverletzung, Dombrowa musste gelb-gesperrt pausieren. Ziane und Zimmer ersetzten beide positionsgetreu.
Ausgeglichene Partie in Hälfte Eins
Das Schlusslicht aus Zehlendorf blieb im letzten Spiel gegen Eilenburg das erste Mal in dieser Saison ohne Gegentor. So starteten die Berliner durchaus selbstbewusst in die Partie. Und auch die erste gute Chance ging auf das Konto der Gäste: Schulz startete ein kleines Solo und legte am Strafraumrand für Keller ab. Der schlug einen Haken, seinen abgefälschten Schuss fischte Naumann aber mit der Pranke weg (18.). In der 22. Minute zappelte der Ball dann im Netz: Nach einem schönen Spielzug verwandelte Arcalean eine Grözinger-Flanke direkt, aber das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits – klare Fehlentscheidung. Kurz darauf hatte der FCL dann mächtig Glück, als Hebisch nach einer flachen Hereingabe aus vier Metern den Ball nicht richtig traf (24.). Lok war in der Folge zwar feldüberlegen, tat sich allerdings beim Herausspielen von klaren Möglichkeiten schwer. Die beste blau-gelbe Chance gab es fünf Minuten vor der Pause: Wiltons langen Schlag verlängerte Ziane in den Lauf von Arcalean, doch der Gästeschlussmann machte bei dessen Abschluss die Beine zu.
Bissige Zehlendorfer schocken Lok
Auch nach der Pause machten es die Gäste richtig gut. Sie standen stabil und zeigten sich bei Kontern brandgefährlich. Ein solcher Gegenstoß mündete im Strafstoß für Hertha. Schulz zog auf der linken Seite in den Strafraum und kam nach einem Kontakt mit Zimmer zu Fall. Jones verwandelte eiskalt zur überraschenden, aber nicht unverdienten Führung (63.). Lok rannte in der Folge nimmermüde an, jedoch mit wenig Ertrag: Der Wille war der Mannschaft nicht abzusprechen, doch es fehlten zündende Ideen und klare Abschlüsse. Effektiver die Gäste, auch wenn Lok wiederum mithalf: Wilton lenkte einen Schlenzer von der Strafraumgrenze beim Klärungsversuch unglücklich in die eigenen Maschen (70.). Der FCL auch in der Folge mit viel Willen, aber wenig Zwingendem: Die beste Chance durch Zianes Flugkopfball, der jedoch klar neben dem Kasten landete (85.). Auf der Gegenseite noch einmal Glück für uns, als Zehlendorf bei einem Konter nur den Pfosten traf. Am Ende blieb es somit beim 0:2.
Fazit: Der Tabellenletzte aus Zehlendorf feiert einen Auswärtssieg in Leipzig und das in der Summe durchaus verdient. Der Auftritt unserer Farben war heute einfach nicht gut genug, es fehlten der Spielwitz und die sonst so hohe Intensität. Jetzt muss es heißen: Fehler analysieren, Niederlage schnell abhaken, Kopf nach oben! Der Blick auf die Tabelle ist weiterhin rosig und die nächsten wichtigen Partien stehen an. Unser Team hat schon oft gezeigt, wie gut es mit Rückschlägen umgehen kann und wird das auch diesmal tun.
Weiter geht es erst nach der Länderspielpause. Lok Leipzig empfängt am Karsamstag (04.04.2026, 14 Uhr) Verfolger Rot-Weiß Erfurt zum Spitzenspiel der Regionalliga Nordost. Alle ins Stadion!
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Tore: 0:1 Jones (63./E), 0:2 Schulz (70.)
Torschüsse: 19 – 11
Ecken: 9 – 1
1. FC Lok Leipzig: Naumann – Zimmer (82. Maier), Von Piechowski, Wilton (73. Kusic), Grözinger – Abderrahmane (65. Öztürk) – Arcalean, Siebeck, Cevis (73. Kang), Adetula – Ziane
Hertha Zehlendorf: Dedidis – Yamada (90.+4 Yoldas), Smailovic, Wilton, Quiala – Schulz, May, Keller (78. Wicht), Schulze (46. Günay) – Jones (88. Reimann), Hebisch (78. Doll)
Zuschauer: 4.409
Gelbe Karten: Siebeck (Lok), Wilton, Hebisch, Günay (alle Zehlendorf)
Foto: Familie Bahrdt, Text: Hannes Ulrich














