Spielbericht

Das LOK-Buch

Regionalliga Nordost 2026/2027
11. Spieltag

3 : 4
1. FC Lokomotive Leipzig FC Rot-Weiß Erfurt
26.09.2026 14:00 Uhr | Bruno-Plache-Stadion | 6060 Zuschauer
Der Spielbericht von Hannes Ulrich

GUTES SPIEL, BITTERES ENDE.
+++ 1. FC Lok Leipzig – Rot-Weiß Erfurt 3:4 (1:0) +++

Lange Zeit schienen wir auf der Siegerstraße zu sein, führten bis zur 70. Minute mit 3:1, aber am Ende steht eine bittere 3:4-Niederlage gegen Spitzenreiter Rot-Weiß Erfurt. Dabei lieferte unsere Mannschaft ein starkes Spiel – was leider wieder einmal fehlte, war die nötige Effektivität, um den Erfolg über die Ziellinie zu bringen.

Cheftrainer Torsten Ziegner musste drei gesperrte oder verletzte Innenverteidiger ersetzen. Alexander Siebeck und Pepe Böhm bildeten so das Abwehr-Duo. Zudem stand Jonas Arcalean das erste Mal nach seiner Verletzung im vergangenen April wieder in der Startelf.

Starke Leistung nach nervösem Beginn

Die Anfangsphase gehörte dem Spitzenreiter. Erfurt hatte mehr Ballbesitz und auch die ersten Abschlüsse. Forkels Versuch mit dem Außenrist parierte Wendlinger (4.), Kerkemeyer traf aus der zweiten Reihe das Außennetz (7.). Nach gut 20 Minuten wendete sich das Blatt, Lok war nun in der Partie angekommen. Ein schönes Solo von Abderrahmane über den halben Platz wurde fast mit dem Treffer belohnt, doch sowohl der Mittelfeldspieler als auch Zianes Nachschuss wurden gerade noch abgeblockt (23.). Jetzt war hier Feuer drin, und auch das Stadion war angezündet! Die Ziegner-Elf war griffig und belohnte sich vier Minuten später: Cevis ging stark ins Gegenpressing und eroberte die Kugel in der Erfurter Hälfte. Adetula übernahm das Spielgerät, zog in den Strafraum und schlenzte das Leder sehenswert aus halbrechter Position in die Maschen (28.). Jetzt wurden auch die Zweikämpfe intensiver, geschenkt wurde sich nichts auf dem Platz und die Lok-Elf war dem 2:0 näher als Rot-Weiß dem Ausgleich.

Eine Partie wie ein Boxkampf

Die erste Chance in der zweiten Hälfte gehörte wiederum den Gästen und führte auch zum Ausgleich. Kerkemeyers Flanke wurde immer länger, der eingelaufene Schwarz köpfte ein (52.). Nun hatte Erfurt leicht Oberwasser, zwei Minuten später parierte Wendlinger stark im Eins gegen Eins. Genau in diese Drangphase hinein traf unsere Mannschaft zur erneuten Führung. Adetula brach auf der Außenbahn durch und gab die Kugel flach und mit viel Schnitt in den Fünfer. Dort hatte Ziane eigentlich die schlechtere Position zum Ball als der Verteidiger, grätschte aber leidenschaftlich und wurschtelte das Gerät in die Maschen (57.). Und nur vier Minuten später war es erneut der überragende Adetula, der eine punktgenaue Flanke auf Öztürk schlug. Der 1,65 m große Offensivspieler köpfte am langen Eck ein (61.). Doppelschlag, Führung, das Bruno-Plache-Stadion ein Tollhaus! Danach machte Lok es nicht schlecht, doch Erfurt zeigte, warum sie Tabellenführer sind und kam nach einem Standard zurück. Böhm verlängerte eine Ecke unglücklich mit der Schulter in die eigenen Maschen (71.). Und ein paar Minuten später konterte Erfurt nach einem zu kurz geschlagenen Lok-Freistoß, Wendlinger kam zu spät gegen Forkel. Zumindest sah das der Unparteiische so. Elfmeter für RWE, den Fehler eiskalt verwandelte (77.). Beide Mannschaften gingen dann auf Sieg und hatten ihre Möglichkeiten. Den Lucky Punch setzten die Gäste: Ballverlust im Mittelfeld, schneller Gegenstoß und Forkel schloss alleine vor Wendlinger zum 3:4 ab (90.+2).

Fazit: Eigentlich kann man sich Woche für Woche wiederholen. Lok lieferte erneut eine offensiv sowie kämpferisch starke Vorstellung ab, bringt sich durch mangelnde Effizienz in der Defensive aber um den Lohn.

 

Tore: 1:0 Adetula (28.), 1:1 Stark (52.), 2:1 Ziane (57.), 3:1 Öztürk (61.), 3:2 Böhm (71., Eigentor), 3:3 Fehler (77., Elfmeter), 3:4 Forkel (90.+3)

Torschüsse: 10 – 15

Ecken: 5 – 7

1. FC Lok Leipzig: Wendlinger – Schierack, Böhm, Siebeck, Kaiser – Čevis, Abderrahmane – Arcalean (60. Bornschein), Öztürk (90. +2 Strasner), Adetula, Arcalean – Ziane (83. Sadlek)

Rot-Weiß Erfurt: Otto – Adesida, Ikene, Kerkemeyer – Schwarz (85. Becker), Wolf (85. Dreca) – Assibey-Mensah (65. Fehler), Caciel (65. Falcão), Dehl, Forkel, Hajrulla (44. Quiala-Tito)

Gelbe Karten: Čevis, Siebeck, Abderrahmane, Öztürk (Lok), Caciel (Erfurt)

Zuschauer: 6.060 (1.179 Gäste)

Tabelle

Pl.VereinDiffPkt
1. FC Rot-Weiß Erfurt2527
2. Chemnitzer FC1623
3. Hallescher FC922
4. BFC Dynamo821
5. VSG Altglienicke621
6. FC Erzgebirge Aue521
7. FC Carl Zeiss Jena919
8. Greifswalder FC719
9. 1. FC Lokomotive Leipzig015
10. FSV Zwickau-414
11. 1. FC Magdeburg II-313
12. BFC Preussen-310
13. SV Babelsberg 03-49
14. Hertha BSC II-128
15. BSG Chemie Leipzig-66
16. RSV Eintracht 1949-126
17. SV Tasmania Berlin-235
18. FSV Luckenwalde-183

Nächstes Spiel

1. FC Lokomotive Leipzig
SV Liebertwolkwitz


Fr., 02.10.26, 19:00 Uhr
Ort noch unbekannt

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